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Priesterweihe und Erstkommunion im Irak: Mutige Christen trotzen Verfolgung

BAGDAD, 10. Juli 2007 (ZENIT.org).- Inmitten von Verfolgungen sind die jüngste Priesterweihe und die Feier der Ersten Heiligen Kommunion Zeichen der Hoffnung für die Christen im Irak.

10 julho 2007RedacaoSem categoria

Am Samstag, dem 7. Juli, empfing der 31-jährige Diakon Ephram Gallyana aus den Händen des Bischofs von Mosul, Faraj Rahho, die Priesterweihe.

Der neue chaldäische Priester, der eigentlich der Diözese Mosul angehört, wurde nach einem Bericht der Nachrichtenagentur AsiaNews aus Sicherheitsgründen in Karamles geweiht, wo am 4. Juni auch das Seelenamt für P. Ragheed Aziz Ganni und die drei ermordeten Subdiakone zelebriert worden war.

P. Ephram legte ein Kreuz aus gelben Rosen mit der Aufschrift „Von Deinem Bruder, Ephram Gallyana“ auf das Grab von P. Ragheed. Der Neupriester gelobte, „das Werk von P. Ragheed weiterzuführen“.

Am Sonntag erhielten in der irakischen Hauptstadt Bagdad 59 Kinder ihre Erste Heilige Kommunion. Wie Mönchsnovizen und Ordensschwestern gekleidet, nahmen die Kinder in der syrisch-katholischen Kirche Unserer Lieben Frau der Erlösung an der Heiligen Messe teil.

„Ich habe darum gebetet, dass Jesus meinen Vater sicher zurückbringt“, erklärte der 11 Jahre alte Matti. Seitdem sein Vater vor neun Monaten entführt wurde, fehlt jedes Lebenszeichen von ihm. Letzten Freitag wurden im nordirakischen Kirkuk vier weitere Christen verschleppt, darunter ein Vater und sein Sohn.

Der syrisch-katholische Erzbischof von Bagdad, Athanase Matti Matoka, ermutigte die Gläubigen während der Erstkommunionfeier, nicht der „Bedrohung durch die Übeltäter“ zu erliegen. „Die Kinder haben sich hier, trotz der bestehenden Gefahr, seit über einem Monat getroffen. Viele Gemeinden in Bagdad haben ihre jährlichen Erstkommunionfeiern abgesagt, um mögliche Angriffe zu vermeiden. Wir aber haben uns entschieden, mit unserem Programm weiterzumachen.“

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